uecker-guenther_kestner-1972

Günther Uecker
Ausstellungskatalog Kestner-Gesellschaft Hannover
Günther Uecker
Kestner-Gesellschaft Hannover (5. Mai – 18. Juni 1972)
Katalog 3/1972 (1972)
📖 Inhalt & Beschreibung
Ein Ausstellungskatalog zur Einzelausstellung von Günther Uecker in der Kestner-Gesellschaft Hannover im Frühjahr 1972. Der 163-seitige Katalog dokumentiert Ueckers künstlerisches Schaffen, insbesondere seine berühmten Nagelbilder und Objektkunstwerke der 1960er und frühen 1970er Jahre.
🎨 Günther Uecker (* 1930)
Günther Uecker ist einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit:
- 1930 Geboren in Wendorf, Mecklenburg
- 1949–1953 Studium an der Werkkunstschule Berlin-Weißensee
- 1955–1957 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
- 1961 Mitglied der Gruppe ZERO (mit Heinz Mack und Otto Piene)
- Seit 1960er Entwicklung der charakteristischen Nagelbilder
- Düsseldorf Lebt und arbeitet in Düsseldorf
Das Nagelbild
Ueckers Markenzeichen sind die Nagelreliefs:
- Material: Hämmer, Nägel, Holz, Leinwand
- Technik: Nägel werden rhythmisch in Holz geschlagen
- Wirkung: Licht-Schatten-Spiel, optische Vibration
- Titel: „Struktur", „Feld", „Kreis"
🌀 Gruppe ZERO (1961–1966)
Die drei Mitbegründer
| Künstler | Spezialität |
|---|---|
| Heinz Mack | Lichtskulpturen, Rotoren |
| Otto Piene | Lichtballet, Feuer, Rauch |
| Günther Uecker | Nagelbilder, Bewegung |
Programm
- Zero = Neuanfang
- Tabula rasa: Nach dem Krieg
- Licht und Bewegung: Neue ästhetische Dimensionen
- Kinetik: Kunst als Prozess
- Serielle Strukturen: Wiederholung, Rhythmus
📚 Inhalt des Katalogs
Ausgestellte Werke (Auswahl)
- Nagelbilder – Die charakteristischen Reliefs
- Objekte – Bewegliche Lichtmaschinen
- Grafik – Serien und Editionen
- Fotodokumentation – Arbeitsprozess
- Textbeiträge – Theoretische Reflexion
Katalog-Highlights
- 163 Seiten umfassend
- Zahlreiche Abbildungen (Schwarzweiß)
- Werkverzeichnis der Ausstellung
- Dokumentation des Arbeitsprozesses
- Fotos aus dem Atelier
Wichtige Ausstellungen
Übersicht (Auswahl)
| Jahr | Ausstellung | Ort |
|---|---|---|
| 1960 | Erste Einzelausstellung | Galerie Schmela, Düsseldorf |
| 1964 | documenta III | Kassel |
| 1965 | Mack, Piene, Uecker: O – ZERO | Kestner-Gesellschaft |
| 1968 | documenta IV | Kassel |
| 1972 | Günther Uecker | Kestner-Gesellschaft |
| 1970 | Biennale di Venezia | Venedig |
| 1977 | documenta VI | Kassel |
| 2005 | Zwanzig Kapitel | Martin-Gropius-Bau, Berlin |
Stil und Bedeutung
Charakteristik
- Minimalismus: Reduktion auf das Wesentliche
- Seriell: Wiederholung als Prinzip
- Licht: Wechselwirkung Licht-Struktur
- Bewegung: Kinetische Elemente
- Spirituell: Meditation, Ritual, Zen
Einflüsse
- Ostasiatische Philosophie (Zen, Tao)
- Konstruktivismus (Gab, Moholy-Nagy)
- Materielle Ästhetik (Hartung, Fontana)
- Serielle Musik (Stockhausen)
🏛️ Kestner-Gesellschaft Hannover
Die Kestner-Gesellschaft war ein wichtiger Ort für die Präsentation der ZERO-Kunst:
- 1965: Erste gemeinsame ZERO-Ausstellung
- 1972: Ueckers Einzelausstellung
- Bedeutung: Internationale Anerkennung der Avantgarde
Nach ZERO (1966)
Nach der Auflösung der Gruppe ZERO entwickelte Uecker:
- Großformatige Nagelbilder
- Rauminstallationen
- Skulpturen im öffentlichen Raum
- Multimediale Projekte
Zitat
"Der Nagel ist für mich das am wenigsten profanierte Werkzeug."
— Günther Uecker
📍 Standort in der Bibliothek
| ID | BK-0150 |
| Lagerfach | A7 |
| Erfasst am | 2026-04-18 |
Recherchiert via Perplexity | 2026-04-18
_index/nach-kuenstler | _index/nach-lagerfach | _index/nach-epoche | BIBLIOTHEK