franke-herbert-w-jaeger-gottfried_apparative-kunst

Apparative Kunst
Herbert W. Franke & Gottfried Jäger · DuMont Schauberg, Köln/München (1973)
📖 Inhalt & Beschreibung
Ein bahnbrechendes Werk zur Geschichte der generativen und computerbasierten Kunst. Das Buch verfolgt die Entwicklung von frühen optischen Spielzeugen und Apparaten bis hin zur frühen Computergrafik der 1970er Jahre.
🎨 Inhaltliche Schwerpunkte
Vom Kaleidoskop zum Computer
| Epoche | Apparate/Techniken |
|---|---|
| Frühe Optik | Kaleidoskop, Laterna magica, Thaumatrop |
| Fotografie | Kamera, Projektion, Lichtspiele |
| Film | Bewegte Bilder, Projektionstechnik |
| Elektronik | Oszilloskop, Video, Feedback-Systeme |
| Computer | Frühe Computergrafik, Algorithmen, Programmierung |
Theoretische Grundlagen
- Kybernetische Ästhetik – Kunst als informationsverarbeitendes System
- Generative Kunst – Kunst durch mathematische Algorithmen
- Apparative Kunst – Kunst mit technischen Mitteln
- Interaktivität – Dialog zwischen Mensch und Maschine
🎓 Die Autoren
Herbert W. Franke (1927–2022)
- Physiker, Science-Fiction-Autor, Pionier der Computerkunst
- 1971: Erstes deutsches Buch zur Computergrafik (Computergraphik – Computerkunst)
- Gründer der Sammlung früher Computerkunst in der Kunsthalle Bremen
- Wichtige Werke: Phänomen Kunst (1967), Kybernetische Ästhetik (1979)
Gottfried Jäger
- Medienkünstler und Theoretiker
- Spezialist für apparative und generative Kunst
- Professor an der Fachhochschule Bielefeld
- Wichtige Beiträge zur Theorie der Computerkunst
💻 Computerkunst in den 1970ern
Das Buch erschien zu einer Zeit, als:
- Computer noch Großrechner in Universitäten waren
- Computergrafik experimentell und avantgardistisch
- Die ersten Bildschirme und Plotter verwendet wurden
- Algorithmen als künstlerisches Medium entdeckt wurden
Frühe Techniken
- Oszilloskop-Grafik – Elektronenstrahlzeichnungen
- Plotter-Zeichnungen – Maschinelle Liniengrafik
- Matrix-Drucker – Punktbasierte Bilder
- Digitale Fotografie – Scanner und Bildverarbeitung
🌟 Bedeutung
Apparative Kunst gilt als:
- Erste umfassende Geschichte der technisch-medialen Kunst
- Grundlagentext für Medienkunst und Computergrafik
- Dokumentation der frühen Computerkunst-Szene
- Theoretische Grundlage für kybernetische Ästhetik
DuMont Schauberg
Der DuMont Schauberg Verlag in Köln war einer der führenden deutschen Kunstbuchverlage, bekannt für hochwertige Publikationen zu zeitgenössischer Kunst, Kunstgeschichte und Fotografie.
📍 Standort in der Bibliothek
| ID | BK-0126 |
| Lagerfach | A8 |
| Erfasst am | 2026-04-17 |
Recherchiert via Perplexity | 2026-04-17
../BIBLIOTHEK